Wie sind die Weltmeister versichert und was sollten Hobbykicker bedenken?

Juni 14, 2018

Mit dem Slogan „best never rest“ – „Die Besten ruhen sich nie aus“ startet die deutsche Fußballnationalmannschaft kommenden Sonntag in den Wettkampf, um den fünften Weltmeistertitel nach Hause zu holen. Und besonders stolz macht uns doch beim Zuschauen immer wieder, dass unsere Jungs der Welt beweisen, was „Mannschaftssport“ bedeutet, oder?! Kein abgehobener Einzelkämpfer glänzt auf dem Spielfeld, sondern stattdessen ein solides, eingespieltes, freundschaftliches Team.

 

Nationalspieler sind zusätzlich versichert.

Jeder Spieler ist in seiner Position für das große Ganze wichtig. So entsteht allerdings auch ein Schwachpunkt: Fällt ein Spieler verletzungsbedingt aus, ist der Erfolg der gesamten Mannschaft in Gefahr.
Doch dem nicht genug müssen sich der Spieler und nicht zuletzt sein Club auch mit den wirtschaftlichen Folgen einer Verletzung befassen. Daher haben der DFB und FIFA die Nationalspieler besonders gut versichert. Sollte sich ein Spieler während der FIFA-Abstellungspflicht verletzen und länger als vier Wochen spielunfähig sein, zahlt die Versicherung dem entsendenden Verein seit 2012 mehrere tausend US-Dollar pro Tag. Diese Zahlungen fließen maximal ein Jahr. Die DFB Unfallversicherung zahlt dagegen schon ab dem ersten Verletzungstag und auch langfristig, wenn eine dauerhafte Beeinträchtigung vorliegt.

Bundesligaspieler kommen nicht um eine private Absicherung herum.

In ihrem Verein bekommen die wenigsten Spieler im Krankheitsfall ihr Gehalt länger als sechs Wochen. Top-Spieler können sich vertraglich einen längeren Zeitraum garantieren lassen. Diejenigen allerdings, die dieses Privileg nicht in Anspruch nehmen dürfen, bekommen nach Ablauf der sechs Wochen von der gesetzlichen Unfallversicherung noch knapp eineinhalb Jahre ein sogenanntes Verletztengeld, dessen Betrag allerdings gedeckelt ist und an die eigentlichen Gehälter der Profis nicht heranreicht. Um auch weiter zumindest annähernd so viel zu verdienen wie bisher, müssen sich die Spieler privat absichern. Die meisten Bundesligaspieler schließen daher eine separate Krankentagegeldversicherung ab. Diese bietet finanziellen Schutz bei längerem Verdienstausfall. Ihr Betrag misst sich nicht an einem Schaden, sondern an einer vorher vereinbarten Summe und tritt im Falle der ärztlich nachgewiesenen Arbeitsunfähigkeit in Kraft.

 

Was passiert, wenn sich ein Hobbykicker verletzt?

Das kommt ganz darauf an, wie die Verletzung entstanden und wie schwerwiegend sie ist! Wer beim Betriebssport trainiert, ist mit Leistungen wie Pflegegeld, Reha und Verletztengeld über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Eine Vereinsversicherung greift mit unterschiedlichem Leistungsumfang, wie Reha-Maßnahmen oder einer Haftpflichtversicherung bei Aktivitäten, die im Wissen eines Trainers oder im Rahmen einer Vereinsaktion vorgenommen wurden. Bei einer dauerhaften beruflichen Beeinträchtigung des Hobbysportlers im privaten Umfeld ist ein Schaden durch eine private Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgedeckt, bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit tritt die Krankentagegeldversicherung in Kraft. Eigentlich ganz simpel. Man muss es nur wissen.

 

Information ist alles.

Die einzelnen Versicherungen und Fälle lassen sich ganz leicht auf das Leben des Profis und Hobbysportlers anpassen, sodass man als Versicherungsnehmer für jeden speziellen Fall perfekt abgesichert ist. Wichtig ist nur, sich schon vor Entstehen eines Schadend zu informieren: Beim Verein und dem eigenen Versicherer. Damit man sorgenfrei sportlich immer volle Power geben kann, gemäß der Devise „best never rest“. Wir beraten Dich gerne!